Vom Bürohund zum Feel-Good-Manager

Dogs At Work

Bei SYSKRON in der Maxstraße ist unser Feel-Good-Manager Rudi hauptsächlich für das Wohlbefinden seiner Kollegen verantwortlich. Wie er das macht und wie es überhaupt dazu gekommen ist, erzählt sein Besitzer Jonas im Interview, anlässlich Rudis bestandener Probezeit.  

Mann hält Dackel auf dem Arm

Dreamteam: Jonas mit „seinem“ Rudi. 

Alltag

mit Rudi

Jonas, zuerst einmal, warum hast du dir einen Hund zugelegt? Und wieso nimmst du ihn mit zur Arbeit? 

Ich habe mir ganz bewusst einen Hund geholt, der nicht nur Zuhause ist. Rudi ist mein ständiger Begleiter und soll überall dabei sein, egal was ich mache oder wo ich hingehe – insofern es erlaubt und irgendwie möglich ist. Ihn mit auf die Arbeit zu nehmen gehört für mich dazu. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass er niemanden stört und dass keiner von seiner eigentlichen Arbeit abgehalten wird. 

Hat sich für dich generell etwas geändert, seitdem Rudi mit bei der Arbeit dabei ist?

bei der Arbeit gibt es immer mal wieder Situationen, in denen man sich freut oder ärgert. Rudi erdet hier ein bisschen. Außerdem habe ich dank ihm immer die Möglichkeit, raus an die frische Luft zu gehen. Seitdem ich Rudi dabeihabe, bin ich auch viel entspannter: Wenn ich kurz meine Hand unter meinen Schreibtisch strecke und ihm über den Kopf streicheln kann, beruhigt mich das – viel mehr, als es ein Stressball oder ähnliches könnte. 

Hattest du Rudi bei deinem letzten Arbeitgeber auch schon dabei? 

Ja. Ich habe meinen damaligen Arbeitgeber gefragt, ob es ein Problem sei, einen Hund mitzubringen, bevor ich Hundebesitzer war. Für ihn war das kein Hindernis, es musste nur mit dem Vermieter vom Bürogebäude geklärt werden. Als Rudi bei mir einzog, war er acht Wochen alt. In der neunten Woche habe ich ihn direkt mit ins Büro genommen. Er kennt also gar nichts anderes als Büros. Als ich dann den Job gewechselt habe, wurde mir vom letzten Arbeitgeber quasi klargemacht: Wenn ich den Rudi nicht mitbringe, soll ich gar nicht erst kommen. Ich bin sehr froh, dass sich alles so ergeben hat. Wenn ich ihn Zuhause lassen müsste, würde ich ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenken, bei dem Rudi kein Hindernis ist. Aber zum Glück habe ich hier bei SYSKRON die Möglichkeit, den Rudi mitzunehmen.   

Es war also ein zusätzlicher Anreiz, dass du dich für SYSKRON entschieden hast, weil du Rudi mitnehmen durftest? 

Ja genau, für mich war es nicht nur ein Anreiz, sondern auch ein ganz klares Entscheidungskriterium. Ich finde es super, dass Rudi hier seinen Platz hat, sonst gäbe es für mich keine Möglichkeit, hier zu arbeiten. 

Regeln

im Büro

Wie war das am Anfang für deine Kollegen? Gab es Berührungsängste oder skeptische Meinungen? 

Es gab Kollegen, die gefragt haben, was sie dürfen und was nicht. Meine Antwort lautete: Solange du ihm nicht am Schwanz oder an den Ohren ziehst, ist alles erlaubt. Zu unser aller Glück ist er so ruhig, freundlich und zutraulich, dass du wirklich alles mit ihm machen kannst. Sogar die beiden Kollegen, die grundsätzlich Respekt vor Hunden haben, kommen in unser Büro, ohne zu schauen wo Rudi sich gerade aufhält. Und das spricht dann für unseren Rudi. 

Vor kurzem kam ein Kollege zu mir, kurz vor Feierabend, als alle schon weg waren. Ich dachte er braucht noch etwas von mir. Er hat sich auf den Boden gelegt und sich von Rudi abschlecken lassen – Rudis Art, Zuneigung zu zeigen. Wenn man sich auf seine Höhe begibt, heißt das für ihn: Jetzt darf gefetzt werden. Generell ist es so, dass Rudi dafür sorgt, dass das ganze Büro entspannter ist. Er teilt deine Freude und muntert dich auf, wenn du schlechte Laune hast. Es ist schön zu sehen, welch positiven Effekt er auf alle hat. 

Und wie ist das jetzt für Rudi hier zu sein, was hast du für ein Gefühl? Und wie ist sonst so der Alltag mit uns allen? 

Es ist nicht so, dass er sich unten auf der Türschwelle umdreht und nicht reingehen will. Im Gegenteil, er ist gern im Büro. Sobald er hier drin ist, weiß er, zu wem er rennen kann, wer ihn begrüßt und wer ihn streichelt und wo es die besten Leckerlis für ihn gibt. Er macht jeden Morgen seine Runde und schaut, ob jeder da ist und auf seinem Platz sitzt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich wohl fühlt. Hunde brauchen nicht den ganzen Tag lang Aufmerksamkeit, sie brauchen ein soziales Umfeld. Und wenn das soziale Umfeld so aussieht, dass jeder was zu tun hat, irgendwo rumwuselt und der Hund mal am Boden liegt und nichts tut, dann ist das für ihn auch in Ordnung. Das versteht ein Hund relativ schnell, dass es auch mal eine Phase gibt, in der keiner für ihn Zeit hat, dann liegt er eben einfach mal nur da.  

Gibt es Regeln bei euch im Büro? 

Klar! Jeder, der irgendwas auf den Boden fallen lässt, was Rudi aufsammeln kann, ist dafür verantwortlich, hinterher sauberzumachen. Zum Beispiel spielt Rudi gerne mit Karton, den zerreißt er in ganz kleine Fetzen, besser als jeder Schredder. Derjenige, der ihm den Karton gegeben hat – wohlwissend, was Rudi damit macht – muss den Müll danach wegräumen. Essen darf aber nicht vom Schreibtisch runterfallen, da Rudi nichts vom Tisch bekommt. Für ihn gibt es außerdem die Regel, dass er niemanden anspringen oder anbellen darf und nichts kaputtbeißen soll, was man ihm nicht extra dafür gegeben hat, wie beispielsweise den Karton.  

Dackel kaut auf Pappschachtel
Dackel hält Kaustange
Hund mit Mitarbeiterausweis

Fazit

und Tipps

Hast du Tipps für Leute, die ihren Hund auch ins Büro mitnehmen wollen?  

Einfach ausprobieren! Am besten man fängt klein an: Erstmal nimmt man ihn eine Stunde mit oder geht mal am Wochenende ins Büro, damit er alles anschnüffeln kann. So kann man sich langsam herantasten. Irgendwann ist es dann gar kein Thema mehr. Wichtig ist nur, dass er ausgelastet ist und auch ein bisschen Aufmerksamkeit bekommt, in dem immer mal wieder eine Hand nach unten wandert und ihn streichelt. Aber das ist hier sowieso kein Problem, Rudi bekommt hier eine Menge Aufmerksamkeit. Es sind immer Kollegen da, die kurz mit ihm spielen, oder ihn einfach nur im Vorbeigehen ein wenig Streicheln. 

Nun hat Rudi vor kurzem seine Probezeit bei SYSKRON mehr als erfolgreich bestanden. Wie sieht Dein Fazit nach einem Jahr Bürohund Rudi @ SYSKRON aus? Was waren Deine schönsten Erlebnisse hier mit Rudi - und noch wichtiger - wie geht’s Rudi damit? 

Was? Das Jahr ist schon wieder rum? Ich glaube es spricht für sich, dass ich inzwischen jeden Morgen von einer App gefragt werde, ob ich Rudi mit ins Büro nehme, damit alle Kollegen wissen, ob er auch anwesend ist und sie nach ihm suchen können oder nicht.   
Die schönsten Erlebnisse für mich sind: Am Morgen, wenn Rudi und ich das Büro betreten, wird einer von uns beiden von den Kollegen begrüßt, der andere holt sich einen Kaffee und beginnt mit der Arbeit. Rudi weiß genau, wer da ist, hält auch mal das Rudel zusammen und kann inzwischen sogar PET Flaschen aus einem Kasten nehmen. Am meisten aber freut mich das regelmäßige und vor allem durchgängige Grinsen auf allen Gesichtern, wenn Rudi während einem Meeting mal vorbeischaut, egal ob Gast oder Kollege. Ich glaube, dass Rudi gerne mit ins Büro kommt, jedenfalls weiß er jeden Morgen genau wo wir hingehen müssen. Inzwischen würde er den Weg vermutlich auch alleine finden. Am Ende des Tages ist er immer noch ein Hund und fühlt sich dort wohl, wo er in Gesellschaft ist und nicht allein in einer leeren Wohnung, wartend und voller Hoffnung, dass jemand zurückkommt.